Hemichromis letourneauxi
Erstbeschreibung:
Sauvage 1858
Verbreitung:
In West- und Zentralafrika sehr weit verbreitet.
Größe:
Männchen ca. 12 cm, Weibchen ca. 9 cm
Geschlechtsunterschiede:
Männchen größer und kräftiger. Weibchen meist mit runderer Bauchlinie.
Die Weibchen bleiben deutlich kleiner.
Futter:
Allesfresser -> Flocken-, Frost-, Lebendfutter, jedoch auch Gemüse
Aquarium:
Als Paar ab 100cm, in Vergesellschaftung ab 150cm
Verhalten:
In großen Aquarien ist er mit anderen Cichliden relativ ruhig. Groß werdende Salmler (z.B. Phenacogrammus interuptus,) können zum Besatz dazu kommen. Man sollte eine kleine Gruppe einsetzen da eine Paarfindung offensichtlich relativ schwierig ist. Leider kommt es mit anderen Hemichromis zu regelmäßigen Paarungsversuchen aus denen auch Jungfische hervorgehen können. Ob hieraus Mischformen oder Hybriden entstehen ist mir nicht bekannt. Mit anderen Buntbarschen aus Afrika (z.B. Steatocranus, Lamprologus, Pelvicachromis usw.) können sie sehr gut in größeren Aquarien vergesellschaftet werden.
Vermehrung:
Gruppenhaltung zur Paarfindung ist hier anzuraten. Dabei sollte man die Fische in einem großen Aquarium halten. Es sind Offenbrüter mit Paarbindung. Die Gelege sind teilweise relativ groß(ca. 500-700 Eiern). Die Aufzucht ist relativ einfach, da die Eltern ihre Jungen gut verteidigen. Achtung es wurden schon gemeinsame Gelege mit anderen Atren der Hemichromis beobachtet. Hier speziell fallen mir Hemichromis sp. Guinea I ein.
Sonstiges:
Die Färbung von Hemichromis letourneauxi ist nicht sehr attraktiv. Er sticht durch seine Schlichtheit von den anderen "Roten Cichliden" ab. Hier ist eher ein Beige-Braun im Rücken und eine leichte rötliche Färbung in der Bauchregion und den Rücken- und Schwanzflossenansätzen zu erkennen. Ein Bauchfleck ist deutlich vorhanden, welcher aber ohne deutliche Ränder ist. Auch hat der Hemichromis letourneauxi einige irisierende Schuppen auf dem Körper. Dabei hat der Fisch auf den unteren Kiemendeckeln eine metalic-blaue Streifenzeichnung.
Das von mir abgebildete Exemplar wurde als "Hemichromis sp. Lodia" verkauft. Kommt aber in der Zeichnung dem von Dr. Anton Lamboj beschriebenen "Hemichromis letourneauxi" sehr nahe. Hier vermute ich eine Übereinstimmung mit einem wiedermal auftretenden irretierenden Handelsnamen.