Nanochromis transvestitus
Transvestiten Buntbarsch, Zebra-Zwergbuntbarsch
Erstbeschreibung:
Roberts & Stewart 1984
Verbreitung:
Kongobecken, speziell Lake Mai-ndombe, Fimi und Lukenie
Größe:
Männchen ca. 6 cm, Weibchen ca. 4 cm
Geschlechtsunterschiede:
Männchen größer und kräftiger. Weibchen deutlich intensiver gefärbt. Meist haben die Weibchen eine deutlich gefärbte Bauchregion. Weiterhin ist die Bauchlinie der Weibchen deutlich voller. Die Weibchen bleiben deutlich kleiner.
Futter:
Allesfresser -> Flocken-, Frost-, Lebendfutter. Auf rote Mückenlarven sollte wegen der geringen Körpergröße verzichtet werden. Diese können zu Magen- Darmproblemen führen.
Aquarium:
Als Paar ab 60cm, in Vergesellschaftung ab 80cm
Verhalten:
Kleiner und relativ friedlicher Kleincichlide der bevorzugt in Höhlen wohnt. Dabei werden diese Höhlen vehement verteidigt.
Der Nanochromis transvestitus kann in einem Aquarium mit anderen westafrikanischen Kleinbuntbarschen vergesellschaftet werden. Hier sollte man auf die Einhaltung der geforderten Wasserwerte achten. Ein abweichen der geforderten Wasserwerte kann schnell zu Verlusten führen. Dominierende Tiere in Vergesellschaftung kann schnell zur Unterdrückung von Nanochromis transvestitus führen. Dabei verhungern die Fische relativ schnell.
Zucht:
nach erfolgreicher Eingewöhnung und Paarfindung, relativ einfach. Die Fische sind Höhlenbrüter in sehr kleinen Höhlen. Das Weibchen bewacht die Eier und Brut, während das Männchen die Revierpflege betreibt. Dabei macht das Männchen auch nicht vor größeren Fischen halt und verteidigt seine Jungfische sehr intensiv.
Beschreibung:
Laut der literarischen Beschreibung ist der Nanochromis transvestitus der einzige Nanochromis bei dem die Färbung der Geschlechter vertauscht sein soll. Deshalb auch der Name Nanochromis transvestitus. Ich selber bin der Meihnung das sämtliche Nanochromis und Pelvicachromis - Arten in der Färbung ähneln. Bei beiden Arten sind die Weibchen deutlich intensiver ausgefärbt.
Bei der Einrichtung des Aquarium sollten auf jeden Fall sandige Bodenregionen in der Nähe von Höhlen sein. Verstecke, in Form von Höhlen, Unterständen und dichtem Pflanzenwuchs sollten nicht fehlen. Dennoch sollte das Aquarium auch genug Schwimmfläche haben. Eine Filterung über Torf ist anzuraten, um die geforderten Wasserwerte zu erreichen. Dabei sollte man auch das entstehende "Gelbwasser" in Kauf nehmen. Dies unterstützt die natürliche Umgebung.