Gobiocichla wonderi

Synonyme:
Labrochromis polli
(Daget 1952)

Erstbeschreibung:
Kanazawa 1951

Herkunft:
Niger - schnellfließende Gebiete im oberen und mittleren Bereich

Größe:
max. 12 cm (Weibchen geringfügig kleiner)

Geschlechtsunterschiede:
Die Weibchen dieser Art sind heller und fülliger. Die Männchen haben eine stärkere Beflossung. Dorsale und Anale der Männchen sind leicht zugespitzt. Weibchen haben eine eher runde Beflossung.

Futter:
Allesfresser. Vor allem Lebendfutter. Hier besonders Mückenlarven (lebend oder gefrostet). Jedoch wird andere Nahrung nicht verschmäht und gierig angenommen. Selbst pflanzliche Kost wird gerne als Abwechslung akzeptiert.

Aquarium:
ab 150 cm mit starker Strömung und vielen Höhlen als Versteckmöglichkeiten. Eine Haltung in kleinen Gruppen (zur Paarfindung)ist zu empfehlen.

Wasserwerte:
sehr flexibel, wichtig sind selten die Wasserwerte, eher ein sauberes Wasser (regelmäßige Wasserwechsel). Dennoch sollte das Wasser eher im Neutralbereich gehalten werden. Ein zu hartes Wasser sorgt für Unwohlsein.

Sozialverhalten:
In einem großen Aquarium wirken diese Fische sehr ruhig gegenüber anderen Buntbarschen. Innerartlich hingegen kann es zu einigen Aggressionen kommen. Nach Abklärung der Rangfolge und Findung der Paare kehrt jedoch wieder Ruhe ein. Hier kommt es nur noch bei Revierstreitigkeiten zu leichten Aggressionen. Artübergreifende Aggression hingegen sind eher selten. Deshalb ist eine Vergesellschaftung mit anderen Cichliden aus Westafrika nicht entgegen zu setzen.

Zucht:
Höhlenbrüter mit Paarbindung.
Das Weibchen übernimmt nicht nur das Ausbrüten der Eier, sondern auch die Brutpflege. Die Männchen halten sich eher zurück und verteidigen locker das Revier. Die Entwicklung der Jungfische ist eher langsam. Hier können es schon mal 3 Wochen bis zur ersten Sichtung der Jungtiere vergehen. Anschließend wird mit typischem Aufzuchtfutter (Nauplien, Cyclops und Bosmiden) zugefüttert.

Beschreibung:
Der Gobiocichla wonderi ist eher schlank. Dabei ist sein Körper etwas abgeflacht. Ein Längsband über den gesamten Körper kann sichtbar sein. Dominierende Tiere und in der Brutpflege können die Tiere ein dunkleres Grau annehmen. Sonst können die Tiere auch eine gelblich braune Grundfärbung tragen. Da es nur zwei Arten (Gobiocichla ethelwynnae als weitere Art) in dieser Gattung gibt, ist durch die hohe Ähnlichkeit eine Verwechslung nicht auszuschließen.

Dieser Fisch wird sehr selten im Handel angeboten. Eine Verwechslung mit Gobiocichla ethelwynnae ist niht auszuschließen.