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Urheberrecht: Übersicht der häufig im Aquarium anzutreffenden Fischkrankheiten:Hallo, Ich habe mir die Arbeit gemacht und mich umgeschaut. Als Resultat habe ich eine Übersicht über häufige Fischkrankheiten und Symptome erstellt. Dabei gehe ich bei den erwähnten Krankheiten nur kurz auf die Symptome ein und versuche die geeigneten Mittel zur Bekämpfung aufzuführen. Wichtig ist vorweg noch zu erwähnen dass einige Krankheiten von den Symptomen her nicht eindeutig zu diagnostizieren sind. Ihr könnt in solchen Fällen direkt in einer E-Mail bei mir nachfragen. Weiterhin stehen einige Tierärzte zur Verfügung, die es sicher auch in Eurer unmttelbaren Umgebung gibt. Der Einsatz von Medikamenten sollte immer wohl bedacht sein, da ein falsch eingesetztes Medikament fatale Folgen für unsere Pfleglinge haben kann. Als erstes möchte ich aus eine Sache eingehen die eigentlich keine Krankheit ist, jedoch oft zu Symptomen führen die Krankheitsähnlich sind. VergiftungenHier können eine Vielzahl an Faktoren Schuld sein.
Zu einem können falsche Haltungsbedingungen, falsche Fütterung zu einer starken
Belastung von Nitrit, Nitrat und Phosphat zu Vergiftungserscheinungen führen.
Weiterhin kann vorbelastetes Leitungswasser mit Chlor und Kupfer versetzt sein.
Aber auch unsachgemäße Reinigung der Hände oder Dekorationsgegenstände können giftige
Substanzen im Aquariumwasser lösen (z.B. Seife, Reinigungsmittel). Zu erkennen sind
Vergiftungen recht schwer, da sie meist einige Symptome aufweisen die auf Krankheiten
schließen lassen. Jedoch gilt als ein wichtiges Indiz die Veränderung meist aller Fische
im Becken oder empfindliche Arten reagieren als erstes. Hier einige Erkennungsmerkmale für
Vergiftungen: Atemprobleme, Schreckhaftigkeit, Umherjagen im Becken, intensivere Färbung
oder starkes Verblassen, Taumeln und Apathie Im Anschluss will ich kurz auf einzelne Vergiftungen eingehen, da sie relativ oft anzutreffen sind. Hierzu zählen: Chlor:Dieses Element ist sehr giftig und führt in kleinsten Dosierungen (0,1mg/L) schon zum Tod des gesamten Besatzes. Dabei werden durch das Chlor die Kiemen angegriffen und zerstört. Somit kommt es zur Atemnot und zum Erstickungstod. Laugen und Säuren (Detergenzien):Diese Mittel können ebenfalls zum Tod führen. Dies ist jedoch von Mittel, Dosierung und Beckengröße abhängig. Auf die einzelnen Mittel einzugehen würde den Rahmen hier sprengen. Diese Mittel setzen die Oberflächenspannung des Wassers stark herab. Weiterhin greifen diese Mittel die Kiemen an und zerstören die roten Blutkörperchen sowie die schützende Schleimhaut. Deshalb sollte jeder Aquarianer peinlichst darauf achten das niemals Reinigungs-, Wasch- und Spülmittel ins Becken gelangen. Kupfer, Eisen und Blei:Bei diesen Schwermetallen sind ebenfalls schon geringe Dosierungen toxisch und führen bei längerem Aufenthalt zum Tod. Die Fische reagieren mit einer stark vermehrten Schleimhautabsonderung. Auch hier werden wiederum die Kiemen stark angegriffen, wodurch die Atemfrequenz steigt und der Erstickungstod eintreten kann. Weitere Symptome sind das hektische Schwimmen der Fische im Becken bis zum herum schießen. Kupfer und Blei kann durch unsere Wasserleitungen ins Becken gelangen. Eisen in reiner Form nur durch Dekorationsgegenstände (Mineralhaltige Steine usw.) Wir sollten peinlichst darauf achten um zu verhindern das diese Schwermetalle ins Becken gelangen. Stickstoffverbindungen:Diese Verbindungen sind in unseren Becken meist vorhanden. Durch Fischkot, Pflanzenabfälle und Futterreste entstehen diese Abbauprodukte. Dabei entstehen folgende Produkte Ammoniak (NH3), Ammonium (NH4), Nitrit (NO2), Nitrat (NO3) und Harnstoffe. Durch den Abbau dieser Stoffe wird Sauerstoff verbraucht. Steht dieser Sauerstoff nicht ausreichend zur Verfügung verlangsamt sich der Abbau und die Werte der Stickstoffverbindungen steigen. Dabei können sie Vergiftungen hervorrufen und zu Tod der Fische führen. Als oberste Grenzwerte werden hier für Ammoniak à 0,2 mg/L, Nitrit sollte nicht nachweisbar sein und Nitrat mit 200mg/L angegeben. Ammonium ist hingegen PH-Wert abhängig. Schwefelwasserstoff:Diese Verbindung entsteht durch Faulgas im dreckigen und faulenden Bodengrund. Es ist ein Gas was man an dem nach faulen Eiern riechenden Geruch erkennt. Dabei handelt es sich um das giftigste Gas in unseren Becken und führt schon in den geringsten Mengen zum Tod der Fische. Erkennen kann man die Entwicklung von diesen Gasen durch ein vermehrtes Algenwachstum im Bodenbereich. Dabei bekommen die Fische eine veränderte Kiemenfärbung (meist violett) und zeigen deutliche Atemnot (Oberflächenschwimmen). Turmdeckelschnecken können als wirksames Mittel gegen eine Fäulnis im Bodengrund helfen. Weiterhin sollte man den Boden mit einer Mulmglocke bei regelmäßigen Wasserwechseln durcharbeiten. Weiterhin verhindert grober Kies eine Faulgasentwicklung. Sand hingegen sollte einer ständigen Reinigung unterliegen.
Nun soll aber auf die einzelnen Krankheiten eingegangen werden. Dabei kommen jedoch auch Haltungsfehler zur Sprache. Diese haben aber oft auch Symptome die auf Krankheiten schließen lassen könnten. Krankheitsbilder und Symptome:Argulus sp.siehe Fischlauskrankheit Augenwürmersiehe Wurmstar Bakterielle FlossenfäuleDie Erreger dieser Krankheit sind Bakterien der Gattung Pseudomonas, Aeromonas und Vibrio.
Sie treten bei schlechter Wasserqualität vermehrt auf und befallen geschwächte Fische zuerst. Bakterielle InfektionenHier wird von einer großen Anzahl von Erregern gesprochen. Haben jedoch alle eine Wirkung.
Sie schwächen Ihren Wirt. Wo immer diese Bakterien auftauchen, ob innere oder äußere Bakterien,
sie können sich bei geschwächtem Immunsystem des Wirtes massenhaft vermehren.
![]() BandwürmerBandwürmer treten in unseren Aquarien sehr selten auf. Wenn dann werden sie durch vorbelastete
Wildfänge eingeschleppt. Einer der bekanntesten Bandwürmer ist der Cestoidea. Dabei tritt der
Fisch als Zwischen- oder Endwirt auf und können sich im Darm oder als verkapselte Zysten in
anderen inneren Organen aufhalten. Ein einschleppen der Bandwürmer über Cyclops oder Tubifex
konnte noch nicht eindeutig nachgewiesen werden, gilt jedoch als mögliche Ursache eines
Befalls. Die Symptome eines Befalls mit diesem Parasiten können Gewichtsverlust,
Wachstumsstörungen, trübe Augen und wenn sichtbar blasse Kiemen sein. Weiterhin kann der
After entzündet und der Kot wie bei Darmflagellaten schleimig sein. Da der Bandwurm schwer
nachzuweisen ist, kann es schnell zum Tod des Fisches führen. Es sei denn man kann in einem
mikroskopischen Präparat weißlich, länglich platte, fast rechteckige Segmente (Endstücke des
Bandwurmes) nachweisen. Teilweise hängen auch einige Segmente zusammen. BauchwassersuchtDiese Krankheit ist in den meisten Fällen eine Folgekrankheit, der eine andere schwere
Krankheit vorhergeht. Die Bauchwassersucht wird sowohl durch Viren als auch durch Bakterien
ausgelöst. Wer der wirkliche Erreger dieser Krankheit ist konnte noch nicht genau bestimmt
werden. Die Krankheit wird meistens mit Schuppensträube und Glotzaugen begleitet.
Zu erkennen ist sie an einem stark aufgeblähtem Bauch. Weiterhin treten die Augen hervor.
Im fortgeschrittenen Stadium stellen sich die Schuppen ab. Meist ist zusätzlich der After der
Fische entzündet.
Beulenkrankheitfolgt in Kürze Blutflagellatensiehe Schlafkrankheit BlutwurmkrankheitDie Gattung Sanguinicola sind Saugwürmer und werden als Erreger für die Krankheit
verantwortlich gemacht. Meist werden die Sanguinicola mit Schnecken in unsere Becken
eingeschleppt. Als mögliche Anzeichen mit einem Befall schwimmen die Fische sehr langsam.
Bei genauer Betrachtung der Kiemen fallen diese durch eine deutliche Verblassung auf.
Dies ist die Folge von verstopften Kapillargefäßen. Chilodonella-KrankheitDiese Krankheit wird durch Wimperntierchen (Ciliaten) der Gattung Chilodonella hervorgerufen.
Diese Parasiten werden auch „Hautrüber“ genannt. Der Erreger vermehrt sich durch Querteilung.
Dabei befällt er sehr oft geschwächte Fische. Meist sind verletzte Fische zuerst betroffen.
Begünstig wird die Ausbreitung der Krankheit durch überfüllte Becken. Da der Erreger sehr
ansteckend ist. Hier kann es schnell zum Tod durch zerstören der Haut und Kiemen bei den
befallenen Fische kommen. Erkennen kann man diese Krankheit an einer Trübung der Haut und/oder
Kiemen. Diese verläuft meist von weißbläulich bis Grau. Oft ist die Nackenregion der Fische
befallen. Die kann bis zum Ansatz der Rückenflosse reichen. Teilweise kann sich die Haut in
diesem Bereich in Fetzen ablösen. Die Haut wird sichtlich zerstört. Sicheres Indiz ist ein
häufiges Scheuern der Fische an harten Gegenständen. Hinzu kommt eine relativ träge
Schwimmweise der befallenen Fische. Bei einem Befall der Kiemen kommt es zu einer erhöhten
Atemfrequenz. Columnaris-KrankheitBei dieser Krankheit handelt es sich um den so genannten Maulschimmel. Sie tritt als
grauweiße Flecken an Kopf, Maul, Körper, Kiemen und Flossen auf. Meist haben sie ein
baumwollartiges aussehen. Im fortschreiten der Krankheit bilden sich flache Geschwüre
heraus. Als Erreger kommen zwei Bakterienarten in Frage. Es handelt sich um Chondrococcus
columnaris und Cytophaga columnaris. Sie bilden säulenartige Kolonien.
![]() Leider eine sehr schlechte Bildqualität! Costia-KrankheitHier ist der Erreger der gleichnamige Costia necatrix. Es handelt sich hier um Geißeltierchen
die sich in den Hautschichten festheften und dort fortpflanzen. Bei einem Befall kommt ein
grauer bis schleimiger Belag auf dem Körper und den Kiemen zum Vorschein. Bei einem starken
Befall kommt es zu Rötungen der Haut bis hin zu blutunterlaufenen Stellen. Die Fische sondern
sich ab und schwimmen in schaukelnden Bewegungen durchs Becken. Dabei können sie die Flossen
zusammen klemmen. Weiter wirken die Fische matt, träge und können mit der Zeit stark abmagern.
Öfters wurde auch das Scheuern an Gegenständen beobachtet. Da die Krankheit hoch ansteckend ist
sollte mit einer Behandlung sofort begonnen werden. Hier kommt die Wärmebehandlung zum Einsatz,
da die Parasiten ab 30°C absterben. Weiterhin können bei stark befallenen Fischen Kurzbäder mit
Salz erfolgreich sein. Heilmittel gibt es ebenfalls im Zoofachhandel. Weiterhin kann man hier
auch Trypaflavin helfen. Ebenfalls in einem Kurzbad angewendet. ![]() Schleimiger Belag durch Costia-Erreger Dactylogyrussiehe Kiemenwurmkrankheit DarmflagellatenDMS(Delaged Mortality Syndrome) DoppeltierkrankheitUnsere Fische weisen geschwollene oder verwachsene Kiemen auf. Dann können sogenannte
Doppeltierchen der Gattung Diplozoon die Ursache sein. Ihr auftreten ist jedoch eher selten,
aber es ist möglich. Doppeltiere heißen diese parasitären Erreger weil sie immer
zweigeschlechtig auftreten. Hier kommt es zur dauerhaften Verwachsung von Männchen und
Weibchen. Diese Paare saugen sich dann an den Kiemen fest wo es zu oben genannten Symptomen
kommt. Eine extreme Schwächung des Wirtsfisches bleibt aber meistens aus. Eine Behandlung mit
einem Kurzbad in [url=Unsere Fische weisen geschwollene oder verwachsene Kiemen auf. Dann
können sogenannte Doppeltierchen der Gattung Diplozoon die Ursache sein. Ihr auftreten ist
jedoch eher selten, aber es ist möglich. Doppeltiere heißen diese parasitären Erreger weil
sie immer zweigeschlechtig auftreten. Hier kommt es zur dauerhaften Verwachsung von Männchen
und Weibchen. Diese Paare saugen sich dann an den Kiemen fest wo es zu oben genannten Symptomen
kommt. Eine extreme Schwächung des Wirtsfisches bleibt aber meistens aus. Eine Behandlung mit
einem Kurzbad in Kochsalzlösung für 15-20min. kann schon Abhilfe schaffen. Aber Vorsicht, nicht
alle Fische vertragen eine derartige Prozedur.Kochsalzlösung für 15-20min. kann schon
Abhilfe schaffen. Aber Vorsicht, nicht alle Fische vertragen eine derartige Prozedur. erblich bedingte DeformationenDabei handelt es sich nicht um Krankheiten in dem Sinne, sondern um Gendefekte. Diese können
mitunter in der Natur sporadisch vorkommen. Doch LEIDER werden die Gendefekte auch durch
Überzüchtung und Inzucht hervorgerufen. Teilweise spricht man hier auch von einer Degeneration
welche zu Abweichungen vom normalen Körperbau kommen. Hier liegt es an uns Aquarianern bei
Zuchtgruppen, durch einbringen von "frischen Tieren" dem vorzubeugen. Leider werden teilweise
diese Gendefekte genutzt um neue Fischformen heraus zu züchten. Dabei kommen gelegentlich die
bezeichneten "Qualzuchten" heraus. Auch diese gilt es von uns verantwortungsbewussten
Aquarianern zu unterbingen bzw. einzuschränken. Deformierte Flossen und deformiertes Maul, durch genetische Defekte Falsche Neonkrankheit(Siehe auch Columnaris-Krankheit) FischasselMit Wildfängen gelangen nicht selten die verschiedensten Krankheitserreger in unsere Aquarien. Dabei sind oft Parasiten die unseren Fischen stark zu schaffen machen. Einer dieser Vertreter ist die Fischassel Livoneca symmetrica. Dieser Schmarotzer lebt im und am Fisch und kann bis zu 2,5cm groß werden. Es handelt sich dabei um eine blutsaugende Assel. Sie siedelt sich oft im Kiemen oder Mundraum an, jedoch wurden Sie auch schon in der Leibeshöhle (z.B. beim Neon) gefunden. Sollte man einen solchen Schmarotzer entdecken so ist er vorsichtig mit einer Pinzette zu entfernen. Leider schädigt die Fischassel seinen Wirt derart das man die Assel erst nach dem verenden des Wirtes entdeckt.
![]() FischegelEin weiterer Parasit, der unsere Fische schädigen kann. Dieser wird teilweise mit Lebendfutter eingeschleppt. Behandlung erfolgt nur über ablesen und herausfangen.
FischlauskrankheitHier handelt es sich nicht um eine Krankheit sondern um den Befall mit einem parasitär lebenden
Tier aus der Gruppe der Argulus sp.. Diese krebsartigen Tiere haben einen schildartigen Deckel
der sie vor der Umgebung schützt. An der Unterseite ist das Augenpaar gut zu erkennen.
Weiterhin befinden sich auf der Unterseite noch zwei so genannte Saugnäpfe, zwei antennenartige
Auswüchse und er Stachel. Auch Stilett genannt, welches er zum saugen der Wirtsblutes
benötigt. Die Stichwunde ist besonders für sekundäre Infektionen geeignet. Dabei kann es zu
Entzündungen kommen. Aber es können auch weitere Krankheiten übertragen werden. Hier ist
besonders die bakt. Bauchwassersucht und auch Blutparasiten genannt. ![]() Fischlaus FischschimmelDiese Krankheit wird durch Erreger der Gattungen Oomycetales, hier speziell die Arten der
Saprolegnia und Achyla ausgelöst. Es sind Pilze, die sich in der Regel auf abgestorbenen
tierischen Produkten wie Fischkadavern, abgestorbenen Eiern und ähnlichem ansiedeln.
Dabei machen sie vor geschädigten lebenden Tieren, hier besonders die Schleimhaut, nicht halt.
Wobei stabile und gesunde Fische verschont bleiben. Als Ursachen einer Infektion können
Verletzungen der Schleimhaut sein. Aber auch zu niedrige Wassertemperaturen (eine der
häufigsten Ursachen) können diese Krankheit auslösen. Weiterhin kommen extreme
PH-Wertabweichungen, sowie Säuren und Laugen, Schädigung durch aufbrechende Geschwüre und Kiemen
und Flossenfäule als Ausbruchsursachen angesehen werden. Wenn es zum Ausbruch kommt zeigen
die betroffenen Fische folgende Symptome: FischtuberkuloseDies ist eine sehr tückische Krankheit, da sie sehr viel Symptome hat und schnell mit anderen
Krankheiten verwechselt werden kann. Als Symptome kommen folgende Anzeichen einzeln oder
vereint vor. Hier können Fressunlust und Wirbelsäulenverkrümmungen, Abmagerung (Hohlbauch,
Messerrücken), Aufquellen der Leibeshöhle, ein aufhellen der Farben, Flossenrückbildung
vertreten sein. Weiterhin bilden sich Entzündungen auf der Haut. Aber auch innere Organe
können in Mitleidenschaft gezogen werden. Hier bilden sich dann Knötchen in und an den Organen.
Es kommt zu Schwimmstörungen, Glotzaugen, Hautveränderungen, Kieferverkrüppelungen oder gar
zum herausfallen einzelner Augen.
![]() Offene Wunden verursacht durch Tuberkulose FräskopfwürmerAls Erreger dieser Krankheit wurden Würmer der Gattung Camallanus cotti identifiziert. Sie
setzten sich im Darm der Fische fest. Bemerkt werden diese Würmer meist bei still im Wasser
stehenden Fischen. Bei befallenen Fischen hängen dann die Enden der roten Würmer aus dem After
heraus. Dabei kann der After der befallenen Fische stark vergrößert sein. Die
getrenntgeschlechtigen Würmer können eine enorme Größe entwickeln. Wobei hier meist die
weiblichen Würmer zu sehen sind. Sie werden teilweise bis zu 10mm lang. Die männlichen Würmer
dagegen nur etwa 3mm. Fräskopfwürmer verbeißen sich in der Darmwand, wo sie sehr fest anhaften
und die Blutzirkulation unterbrechen, was zum Absterben der Darmzellen führt. Somit wird der
Darm perforiert und für weitere bzw. andere Erreger durchlässig. Die Würmer selbst können sich
nur über Zwischenwirte vermehren. Sie können durch Lebendfutter in die Aquarien eingeschleppt
werden. Hier sind besonders Wasserasseln, Insektenlarven und Cyclops bekannt. Es gibt jedoch
auch asiatische Stämme der Gattung Camallanus lacustris. Diese können sich selbst in unseren
Becken vermehren, da sie bereits lebende Larven zur Welt bringen. FurunkuloseBekannt wurde diese Krankheit bereits zum Anfang des letzten Jahrhunderts. Hier trat sie vermehrt bei Salmoniden, wie Forellen, auf. Dabei bilden sich, ca. 0,2-2 cm große Beulen oder gar Geschwüre. Diese eitrigen Gebilde können aufbrechen und die Flüssigkeit ins Wasser ergießen. Hier besteht schon die größte Ansteckungsgefahr für andere vergesellschaftete Pfleglinge. Weitere Symptome sind trübe bis ausgefranste Flossen. Bei schlechter Wasserqualität kann es auch zu einem verpilzen der offenen Wunden kommen. Hier liegt das Augenmerk auf ein sauberes Wasser (regelmäßige Wasserwechsel und Besatzkontrolle). GasblasenkrankheitHier muss man etwas ausholen, denn die Gasblasenkrankeit taucht nicht ohne weiteres in einem
gut funktioniereden Aquarium auf. Uns Aquarianern sollte bekannt sein das unser Wasser bei
bestimmten Temperaturen in der Lage ist mehr oder weniger Gase zu binden. Kaltes Wasser enthält
mehr lösliche Gase als warmes Wasser. Zum Beispiel nimmt der Sauerstoffgehalt über 30°C stark
ab. Aber auch der PH-Wert trägt sein übriges dazu bei. In unseren Aquarien sollte dieser immer
zwischen 6 und 8 liegen. Fällt der PH-Wert unter 5,3 kann es auch hier für unsere Fische
gefährlich werden. Geschwüresiehe Tumore Goldstaub Oodinium Krankheitsiehe Samtkrankheit GyrodactylidenBei dieser Krankheit lebt der Erreger (Saugwürmer) auf der Haut. Es handelt sich hier um
Erreger der Gattung Gyrodactylus. Wobei mehrere Arten bekannt sind (G.bullatarudis, G.cyprini,
G.elegans und G.medius). Alle Erreger ernähren sich von der obersten Haut. Dort sind sie durch
Hauttrübungen und rot entzündete Stellen zu erkennen. Weiterhin können betroffene Hautstellen
weißlich bzw. durchscheinend wirken. Durch den Befall kommt es zu einer starken
Schleimhautabsonderung und die Fische scheuern sich an Gegenständen. Hervorgerufen werden sie
durch eine schlechte Wasserhygiene und damit verbunden kommt es zu einer Massenvermehrung.
Dies kann sprunghaft erfolgen, da dieser Erreger bereits mehrere Generationen in sich trägt. Hautwürmersiehe Kiemenwürmer HexamitaDieser Krankheit wird durch Geißeltierchen der Gattung Hexamita ausgelöst. Die Erreger befinden
sich latent als Einzelexemplare in den meisten Fischen im Verdauungstrakt. Zum Ausbruch kommt
es wenn sich durch eine andere Krankheit oder Immunsystem schwächenden Stress eine vermehrte
Vermehrung der Erreger stattfindet. Dabei werden innere Organe angegriffen. Vor allen hier der
Darm, Niere und die Gallenblase. HornhautentzündungNicht alles muss eine Krankheit sein. Bei dem hier behandeltem Symptom kommt es durch Verletzungen an der Hornhaut des Auges zu einer Eintrübung. Diese Verletzung der Hornhaut kann durch unsachgemäßes heraus fangen aus dem Aquarium, scheuern im Transportbeutel oder durch Verletzungen an Dekorationen im Aquarium entstehen. Bei guter Wasserqualität und einer evt. Berichtigung der Besatzauswahl sollte diese Hornhautentzündung schnell wieder vollständig verheilen. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben so kann es zu Sekundärinfektionen kommen. Meist verpilzt dann das betreffende Auge. Wird hier nicht schnell Abhilfe geschaffen kann es zum Verlust der Augenfunktion kommen oder der Fisch verliert das Auge ganz. Ichthyophonus hoferi(Ichthyosporidium) IchthyoIchthyophthirius multifiliisKiemenkrebskrankheitHüpferlinge (Copepoda) sind uns allgemein bekannt. Aber es sind nicht nur Futtertiere
unterwegs. Unter diesen Hüpferlingen können auch Krankheitserreger der Gattung Ergasilus
mit bei sein. Hier leben jedoch nur die weiblichen Tiere parasitär. Diese können über 1,5 mm
lang werden und klammern sich in den Kiemen ihres Wirtes fest, wo sie dann ihr parasitäres
Leben beginnen. Die Weibchen sind (wie bei Lerneae) deutlich an den doppelten Eisäcken zu
erkennen. Deutliche Symptome sind Schnellatmigkeit, Atemnot und abgespreizte Kiemendeckel.
Dabei kann man bei genauer Betrachtung die gelblichen Parasiten genau erkennen. Sie ernähren
sich vom Kiemengewebe, welches sie somit langsam zerstören. Dabei treten schwere Entzündungen
im Kiemengewebe auf. Weiterhin werden die Funktionen der Kiemen stark reduziert bis eingestellt.
Kiemenwurmkrankheit(Dactylogyrus) Knötchenkrankheitsiehe Beulenkrankheit Korallenfischkrankheitfolgt in Kürze KratzerAls Erreger dieser Krankheit werden Kratzer (Acanthocephalla) im Darm gefunden. Dieser
hakenbesetzte Wurm tritt bei Befall vermehrt auf und ist bei geöffneter Leibeshöhle mit einer
Lupe im Darm sichtbar. Es handelt sich hier um runde, weißlich oder gelbe Würmer. Eigenheit der
Kratzer ist eine Nahrungsaufnahme über den gesamten Körper. Da die Entwicklung der Kratzer
mehrere Stadien erfasst werden diese meist mit getümpeltem Lebendfutter eingeschleppt. Hier
können sie in Zwischenwirten wie Bachflohkrebse, Wasserasseln und anderen Insektenlarven
auftreten. Befallene Fische können mit einzelnen Kratzern gut leben und durch Ihr Immunsystem
in Schach halten. Bei verstärktem Auftreten können die Fische abmagern und eingehen. Teilweise
treten Entzündungen am After auf. Innerlich kann es durch die Verletzung der Darmwand
(Hakenrüssel) zu Blutungen kommen. Bei Massenbefall werden die Kratzer zu Nahrungskonkurenten
und lassen den Fisch innerlich verhungern. Dabei kann es soweit gehen das die Masse der Erreger
den Darm verstopft (Darmverschluss). Laugen- und SäurekrankheitSiehe Säure- und Laugenkrankheit LernaeaHierbei handelt es sich eigentlich um keine Krankheit sondern den Befall mit einem Parasiten
aus der Gattung der Hüpfelinge (Copepoda). Zu Ihm zählen eine ganze Gruppe von Lernaea und
Lernaeocera. Diese Parasiten sind eine Art „Ankertier“ welches sich mit seinen chitinartigen
Werkzeugen am Wirt festklammert. Dabei können alle Regionen am Tier befallen werden. Lernaea LochkrankheitFrüher wurde die Lochkrankheit den Erregern Hexamita und Spironucleus zugeschrieben. Welche in
Einzelfällen den Verlauf des Krankheitsbildes auch unterstützen. Buntbarsch mit Lochkrankheit
![]() Buntbarsch nach Behandlung. Eine Delle ist noch sichtbar. Lymphocystis-KrankheitDiese Krankheit wird durch einen sehr kleinen DNA-Virus hervorgerufen. Dabei infiziert er den
Fisch bis 25°C in 2-3Tagen. Nach einer Reifezeit von 15 Tagen degenerieren die befallenen
Zellen. Anschließend platzen sie auf und geben wiederum reife Viren frei. Somit kann der
gesamte Fischbesatz befallen werden. Da diese Krankheit hoch ansteckend ist, kann der gesamte
Fischbestand gefährdet bzw. vernichtet werden. Maulschimmelsiehe Columnaris-Krankheit NematodenDurch einen aktuellen Fall bin ich über diesen weiträumigen Begriff gestolpert. Unter Nematodenbefall werden eigentlich alle Wurmerkrankungen zusammen gefasst. Hierzu zählen Fräskopfwürmer, Kratzern, Fadenwürmer, Bandwürmer uvm.
NeonkrankheitErreger dieses Krankheitsbildes ist ein Parasit. Dieser kommt aus der Gruppe der Pleistophora
und setzt sich im Muskelgewebe fest. In den Fisch gelangt der Parasit über die
Nahrungsaufnahme, wobei er dann über den Darm in die Blutbahnen gelangt. Hier bilden sich dann
so genannte Spozorenbeutel, welche dann aufplatzen und das umliegende Gewebe infizieren. Dabei
tritt äußerlich dann die bekannte weißliche Trübung auf. Aber Achtung diese weißliche Trübung
kann natürlich bei Fischen auch auf andere Sachen hinweisen. Einige andere Symptome gehen bei
der Neonkrankheit mit einher. Da das Muskelgewebe befallen ist kommt es zu Verkrümmungen meist
seitlich und zu Gleichgewichtsstörungen. Oodiniumsiehe Samtkrankheit SamtkrankheitDiese Krankheit ist auch unter Bezeichnung Oodinium bekannt. Sie wird durch den gleichnamigen
Erreger Oodinium pillularis ausgelöst. Es handelt sich hier um ein Panzergeißeltierchen mit
von einer birnenförmigen Gestalt, die sich mit wurzelartigen Ausläufern auf der Haut fest
verankern. Infizierte Fische erkennt man an einem samtig grauen oder bläulichen Belag und evt.
auftretenden regional begrenzten Hautentzündungen. Im fortschreiten der Krankheit können Kiemen
angegriffen werden. Dies äußert sich in Entzündungen, Blutungen und im Endstadium der Zerfall
des Gewebes. Ebenfalls kann sich im Endstadium die Haut in Streifen ablösen. Als Symptome
kommen Scheuern, Abmagerung und bei Befall der Kiemen auch Erhöhung der Atemfrequenz in
Frage. SauerstoffmangelDie ist natürlich keine Erkrankung in dem Sinne, jedoch wird durch den Sauerstoffmangel das Immunsystem der Fische derart geschwächt das dieser Aspekt sehr fördernd ist für den Ausbruch vieler Krankheiten. Zudem gehört der Sauerstoffmangel zu den meisten Krankheitsauslösern und zu der häufigsten Todesursache bei unseren Pfleglingen. Sauerstoffmangel hat viele Ursachen. Hier muss man ein wenig in die Wasserchemie eintauchen um diese Krankheit zu begreifen und zu erkennen. Die Krankheit tritt auf wenn zuwenig oder fast gar kein Sauerstoff mehr im Wasser enthalten ist. Der Mangel kann durch Fäulnis auftreten. Hier besonders durch das zersetzen von Pflanzenresten und abgestorbenen Tieren wird sehr viel Sauerstoff verbraucht. Aber auch die Atmung der Pflanzen bei Nacht verbraucht viel Sauerstoff. Weiterhin kann warmes Wasser nicht so viel Sauerstoff binden. Hinzu kommt der unterschiedliche Sauerstoffbedarf der einzelnen Fischarten untereinander (Fische aus Fließgewässer benötigen mehr Sauerstoff). Sauerstoffmangel wird durch eine beschleunigte Atmung erkannt. Hinzu kann dann das vermehrte Luftschnappen an der Oberfläche und eine gewisse Unruhe der Fische kommen. In extremen Fällen werden die Kiemendeckel abgespreizt und die Fische verlassen die oberen Wasserschichten kaum noch. Im Endstadium hängen die Fische nur noch unter der Wasseroberfläche, werden apathisch und finden den Tod durch ersticken. Zur Abwendung der Krankheit sollte man für eine ausgeglichene Bepflanzung sorgen. Außerdem sollte man den Becken ausreichend Sauerstoff zuführen. Sei es durch eine erhöhte Oberflächenbewegung, einen Sprudelstein oder anderen Mitteln. Weiterhin sollten alle tote pflanzliche und tierische Überreste schnell aus den Becken entfernt werden und eine optimale Temperatur für Haltung der einzelnen Fischarten eingehalten werden. Säure und LaugenkrankheitDies hat nichts mit Säuren und Laugen zu tun die durch unsauberes Arbeiten in unsere Aquarien
gelangen können (Reinigungsmittel, Seifen usw.). Dennoch handelt es sich um eine
Vergiftungserscheinung und keine Krankheit. Dies ist bedingt durch die Haltungsanforderungen
unserer Zierfische. Dabei spielt der PH-Wert eine wichtige Rolle. Unsere Fische werden meist
bei einem PH-Wert zwischen 6-8 gehalten. Weicht dieser PH-Wert erheblich ab (unter 5,3) kann
es für die Fische zum Problem werden. Dann hängen die Fische an der Oberfläche und werden
schnellatmig. Außerdem können sie unkontrolliert durchs Wasser schiessen. Fische die „weicheres“
Wasser vertragen haben jedoch in der Natur erheblichen Mengen Huminsäuren gebunden. Bei
„hartem“ Wasser, also PH-Wert über 8 kann es zu Hauttrübungen und Zersetzen der Flossen
kommen. SchlafkrankheitHier wird folgendes Verhalten bei Fischen beschrieben. Die Fische haben keinen Fluchtrelfex und lassen sich mit der Hand fangen. Außerdem liegen die Fische teils regungslos am Boden, teils stehen sie mit leichter Verkrümmung im Freiwasser. Weiterhin können sie kopfüber (also Kopf nach unten) im Wasser stehen oder sie machen drehende Schwimmbewegungen. Bei andauern magern die Fische dann stark ab und die Kiemen verblassen. An allem sind Blutflagellaten dran Schuld. Sie werden in die Gattungen der Cryptobia und Trypanosoma eingestuft. Es handelt sich um einzellige Lebewesen mit einer bzw. zwei Geißeln. Übertragen werden Sie durch blutsaugende Parasiten, wie zum Beispiel Blutegel, Fischegel usw. Also Vorsicht beim Verfüttern von Lebendfutter. Aber auch Wildfänge können bereits befallen sein. Eine sichere Behandlung ist nicht bekannt, jedoch kann man es mit Methylenblau – haltigem Mitteln versuchen. Hier sollen schon Erfolge verzeichnet worden sein. SchwarzfleckenkrankheitDiese Krankheit kommt zum Ausbruch wenn Larven von Saugwürmern der Gattung Posthodiplostomum
cuticoloa in das Gewebe und in die Flossen der Fische eindringen können. Dabei werden dann die
eingetretenen Parasiten eingeschlossen, wobei sie dann eine schwarze Zyste bilden. Meist
taucht diese Erkrankung bei frisch importierten Tieren auf, welche der Natur entnommen wurden.
Die Fische können mit diesen Zysten sehr lange leben. SchwimmblasenentzündungFür diese Krankheit wird ein Virus verantwortlich gemacht. Dabei kann der Virus bei 5-33°C
sehr gut leben und fühlt sich bei 20-28°C am wohlsten. In diesem Temperaturbereich wächst und
vermehrt sich der Virus am besten. Zu erkennen ist diese Krankheit an einer Fressunlust bis zur
Nahrungsverweigerung. Bei fortschreiten der Krankheit kommt es weiter zur Entwicklung von
Zysten welche mit Gas oder Flüssigkeit gefüllt sein können. Diese Zysten treten meist im
hinteren Bereich der Leibeshöhle auf und hindern den Fisch am herunter schwimmen so das die
Fische kopflastig umher schwimmen (Kopfstehen). Weiterhin erhöht sich die Leibesfülle, bedingt
durch das Zystenwachstum. Als weitere Symptome werden Blutarmut und Bewegungsstörungen mit
angegeben. Weiterhin kann die Schwimmblasenwand entzündet sein und sich dadurch verdicken bzw.
verhärten. Im Endstadium dieser Krankheit werden weitere innere Organe befallen. Hier besonders
Leber und Milz. Als sichere Erkenntnis gilt ebenfalls das diese Krankheit die Verbindung
zwischen Schwimmblase und Darm entzündet und somit eine Regulierung nicht mehr möglich ist. Septikämiefolgt in Kürze Stäbchenkrankheitsiehe Lernaea StressEine Behauptung die für die Aquaristik am zutreffensten ist, sagt: TaumelkrankheitDiese Krankheit wird durch einen Algenpilz namens Ichthyosporidium hoferi hervorgerufen. Er
befällt die Fische und bildet an den inneren Organen und auf der Haut der betroffenen Tiere
winzige Knötchen. Diese haben meist einen Durchmesser von etwa 1 mm. Äußeren kann sich diese
Krankheit durch Symptome wie eine Schuppenrauhigkeit, welche auch als Sandpapiereffekt
angesehen wird. Weiterhin zeigt sie sich durch ablösende Hautpartikeln und blutige Geschwüre;
innere Anzeichen sind kleine weiße Zysten an den inneren Organen wie Herz, Leber und Nieren.
Bei infizierten Fischen machen zumeist unkontrollierte Schwimmbewegungen bemerkbar. Im
fortgeschrittenen Stadium endet diese Infektion meist mit dem Tod. TrichodinaBei dieser Krankheit sind Wimpertierchen der Gattung Trichodina, Tripartiella und Trichodinella die Erreger. Es sind hauptsächlich Schwächeparasiten die die Sterberate bei Befall erheblich erhöht. Eingeschleppt werden diese Erreger meist über Tümpelfütter oder mit Hydra besetzten Neupflanzen. Leider ist diese Krankheit erst sehr spät zu erkennen. Meist erst bei einem Massenbefall. Dann erkennt man graue Beläge auf der aut. Die Fische magern ab und schnappen an der Oberfläche nach Luft. Ein gemeinsames Auftreten mit der Weißpünktchenkrankheit konnte vermehrt beobachtet werden. Zur Heilung werden Kurzbäder in Kochsalzlösungen empfohlen. Weiterhin kann man so genannte Dauerbäder (10-12 Stunden) in Trypaflavin- oder Malachitgrün zur sicheren Abtötung der Parasiten führen. TumoreTumore oder auch Geschwulstkrankheiten können bei Fischen aber auch bei anderen Tieren bös- oder gutartig verlaufen. Gutartige Tumore schädigen das Tier in aller Regel selten. Hier kann es nur durch die Verdrängung von Organen durch das Wachstum des Tumors zu Beeinträchtigungen kommen. Nicht selten klingen sie ab. Die bösartigen Tumore sind meist Organ oder Muskulatur durchwuchernde Gewebeformen. Die das Tier schwächen, da sie meist krebserregende Substanzen enthalten und so genannte Metastasen entwickeln. Dabei sind diese „bösartigen“ Tumore praktisch unheilbar. Die gutartigen Tumore hingegen kann man mit etwas Geschick heraus schneiden, dabei haben sie meist eine kugelige Form die nicht mit dem Gewebe verwachsen ist. Sollte es verwachsen sein, so war es ein Krebsgeschwür und das Tier wäre über kurz oder lang verendet. Bekämpfen kann man beide Formen der Tumore oder Geschwüre nicht. Man kann jedoch Vorbeugen. Hier steht gute Wasserqualität, saubere Umgebung und abwechslungsreiche Kost im Vordergrund. Tumorartige Auswüchse im Maulbereich einer Rotstrichbarbe und tumoraritge Wucherungen incl. Melanome bei Hemichromis sp. Gabun WeißpünktchenkrankheitDer Erreger dieser Krankheit ist Ichthyophtirius multifiliis, einer der häufigsten in unseren
Becken anzutreffenden Krankheit. Auslöser ist ein Wimperntierchen mit einem hufeisenförmigen
Großkern. Die Länge variiert von 0,3- 1,3mm Länge. Anzutreffen ist der Erreger in den meisten
Fällen auf der Haut. Dabei beginnt er seine Ausbreitung von den Flossen über die Haut bis zum
Auge. Aber auch der Innenraum der Mundhöhle kann befallen werden. WurmstarBei Wurmstar handelt es sich um eingeschleppte Wurmlarven im Auge des Fisches. Sie gehören zu
den Metacercarien. Hier speziell die Saugwurmlarven der Gattung Diplostomum. Meist treten sie
bei Wildfängen auf, schwächen den Fisch jedoch kaum. Diese Saugwurmlarven nutzen den Fisch nur
als Zwischenwirt. Wird der Fisch von einem Vogel gefressen so geht sein parasitäres Leben
weiter bzw. beginnt wieder. Deshalb sind besonders Teichfische gefährdet wenn Vogelkot in den
Teich gelangen kann. Augenlichtverlust durch Wurmstar bei Lamprologus Sollte eine Fischkrankheit oder ein Parasit nicht mit erwähnt sein, so bitte ich
Euch dies mir per Mail mitzuteilen. Ich werde diese dann umgehend mit einarbeiten. Allgemeiner Zusatz:Da ich keine medizinische Ausbildung habe und diese Ausführung auf Angaben in Gesprächen mit erfahrenen Aquarianern und meinen eigenen Erfahrungen zusammengestellt wurden, übernehme ich keine Haftung für Schäden die durch Nachahmen der hier aufgeführten Tipps entstehen. Dieser Beitrag ist ebenfalls in
www.cichlidenwelt.de
und im Aquarium-Forum nachzulesen. |